Jungzüchter strahlen mit der Sonne um die Wette

Regionaltierschau Westbrandenburg

Am 3. September strahlte nicht nur die Spätsommersonne auf das Gelände der Regionaltierschau Westbrandenburg, auch die Jungzüchter brachten Glanz und Gloria nach Paaren.

Kaum hatten die Fleischrinder den Schauring verlassen, eroberten ihn auch schon die jüngsten Milchrind-Jungzüchter. Mit festem Griff führte Nahla Johne ihr Kalb Olivia P (Agrargenossenschaft Ländchen Bellin e.G.) und überzeugte Preisrichter Alexander Braune, sie auf den 1a-Platz zu stellen. Ihr folgte der vierjährige Neo Wolff mit Bambi aus der Agrargenossenschaft Hohennauen eG auf dem 1b-Rang.

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Bei den Siebenjährigen setzte sich Luisa Gräfe ganz ruhig und aufmerksam vor Theo Boskugel durch. Das wochenlange Üben mit ihren Kälbchen Finja und Henrike in der Fläming-Farm eG Grubo machte sich bemerkbar!

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Luisa Gräfe (li.) und Theo Boskugel (2.v.li.)

Fast schon wie die Großen, ihr Jungrind mit Lederhalfter und vorwärts führend, betrat Ziva Wolff mit ihrer Simas-Tochter Smilla (Agrargenossenschaft Hohennauen eG) den Ring. Diese Professionalität bescherte ihr den ersten Platz in ihrer Klasse. Amy von Horsten punktete neben ihrer Vorführleistung mit umfassendem Wissen über ihr Kalb Taya (V. Tosco) aus der Agrargenossenschaft Stölln eG und eroberte sich den 1b-Rang.

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Amy Lucia von Horsten

Marc Drange sah man die Freude während des Vorführens durchgängig an. Als er mit seinem Kalb Coco (Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk) auf Platz 1 seiner Klasse stand, verdrückte auch sein Papa vor Stolz ein paar Freudentränen. Viele Eltern und Großeltern säumten wie er den Ring. Schließlich hatten viele von ihnen den Nachwuchs bereits in der Vorbereitung tatkräftig unterstützt und beim Üben für den großen Tag begleitet. Ablenken ließen sich die Jungzüchter davon nicht, und so führte auch Emilie Kießler hochkonzentriert ihr Fienchen (Manfred Kaplick) auf Platz 2.

In der folgenden Siegerauswahl Jung betonte Alexander Braune, mit welcher Harmonie und Leidenschaft die maximal zehn Jahre alten Jungzüchterinnen und Jungzüchter an diesem Tag mit der Sonne um die Wette strahlten. Als er Ziva Wolff, die mit Smilla das einzige Jungrind im Reigen der Kälbchen eingespielt durch den Ring geführt hatte, zur besten Vorführerin erkor, wich auch auf ihrem Gesicht die Anspannung einem breiten Lächeln.

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Beste Vorführerin Jung: Ziva Wolff

In den Klassen der älteren Jungzüchter spielt das richtige Aufstellen der Jungrinder und Kühe eine große Rolle. Besonders gut deutete Josie Kahle die Handzeichen des Preisrichters und übernahm mit Mila (Havellandhof Ribbeck) die Führung in ihrer Klasse. Mit einer souveränen Vorstellung gelang Milena Gräfe mit der Imano-Tochter Indira aus der Fläming-Farm eG Grubo der zweite Platz.

Zum zweiten Mal an diesem Tag betrat die Siegerkuh jung, Kemal-Tochter Kora, am Halfter von Lilian Grobheiser den Ring. Mit ihrer ruhigen, flüssigen Vorführleistung schaffte es Lilian auf den 1b-Platz hinter Dominik Köhler mit Gloria aus der Agrargenossenschaft Ländchen Bellin e.G.

Aus dem gleichen Betrieb stammt die Saleno-Tochter Star, die Pauline Hirschberg in der ältesten Jungzüchterklasse mit perfekter Halfterführung und durch routiniertes Auf- und Umstellen auf Platz 1 führte. Jason Östereicher folgte ihr mit der Mr-Max-Tochter Xenia vom Havellandhof Ribbeck auf dem zweiten Platz.

Als Dominik in der anschließenden Siegerauswahl Dank seiner optimalen Vorführleistung den Titel Bester Vorführer Alt zugesprochen bekam, sorgten die ehrliche Freude seiner Mitstreiterinnen und sein leuchtendes Gesicht für ein perfektes Schlussbild der Vorführklassen.

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Doch zu Ende war das Spektakel noch lange nicht. Es galt zunächst, das beste Typtier zu küren, und als Milchkönigin Maria Brouwer der Migel-Tochter Mira aus der Agrargenossenschaft Ländchen Bellin e.G. die Schärpe umlegt, gab es auch für Miras Vorführer Miguel Marques Alface Grund zur Freude.

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Typtier: Mira (V. Migel), AG Ländchen Bellin e.G.

Zum Abschluss des Jungzüchterwettbewerbs kamen die Fleischrinder noch einmal zum Zug. In der Kälbchen-Klasse platzierte sich Ida Block mit dem Hereford-Kalb John aus dem Betrieb von Dirk Kienow vor Amy von Horsten mit Charolais Urmel von Thekla Zachert. Dann gingen die älteren Vorführer ans Werk, und dieses Mal stand Urmels Mutter Nanga-Mai auf dem 1a-Rang. Das Halfter führte erneut Dominik Köhler, der schon bei den Milchrindern brilliert hatte, und erneut folgte ihm auf dem 1b-Rang Pauline Hirschberg, nun mit der Fleckvieh-Kuh RÖ Resi PP. Der Titel als bester Vorführer Fleischrind machte Dominiks Erfolg an diesem sonnigen Schautag perfekt.

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Siegerauswahl Fleischrind-Jungzüchter

Herzlichen Glückwunsch allen großen und kleinen Siegern und allen Teilnehmern für ihre Leistungen und den tollen Umgang mit ihren Tieren. Natürlich wäre dies alles nicht möglich ohne die Betriebe, die den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen das alles ermöglichen. Wir sagen herzlich Danke!


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