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Fleischrindzucht

Rund 7.000 Herdbuchtiere werden im Rinderzuchtverband Berlin-Brandenburg eG betreut, darunter 6.700 Herdbuchkühe.

Brandenburg gilt mit 90.000 Mutterkühen als das "Land der Mutterkühe". Die vorherrschenden Rassen sind Uckermärker, Charolais und Fleckvieh Fleisch.

Unser Service für Fleischrindzüchter

  • Feldprüfung und Zuchtwertschätzung
  • Eigenleistungsprüfung als Stationsprüfung
  • Fleischrindauktionen für Zuchtbullen und -färsen
  • Züchterische Beratung durch unsere Zuchtinspektoren

Ihnen steht ein breites Angebot an Fleischrind Besamungsbullen zur Verfügung.


Rassen

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Rassebeschreibung

Farbe:

  • Weiß bis cremefarben sowie gescheckt in den Farbabstufungen vom hellen Gelb bis Rotbraun auf weißem Grund

Körperbau:

  • rahmige Tiere mit viel Länge, Breite und Tiefe
  • gut ausgebildete Bemuskelung an Schulter, Rücken, Lende und Keule
  • fester Rücken
  • korrekte Gliedmaßen und Klauen
  • es gibt gehörnte und genetisch hornlose Tiere

Produktionseigenschaften:

  • die Rinder entsprechen den Erfordernissen einer wirtschaftlichen Mutterkuhhaltung und Gebrauchskreuzung
  • Anpassungsfähigkeit,gute Weideeignung, hohe Raufutteraufnahme
  • ausgeprägte Mütterlichkeit, gute Aufzuchtleistung, Gutartigkeit
  • Frohwüchsigkeit der Kälber
  • langanhaltendes Fleischwachstum ohne wertmindernde Verfettung in der Ausmast
  • Schlachtkörper mit hohem Fleischanteil

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe:

  • Bullen um 150 cm Kreuzbeinhöhe und 1.250 kg Gewicht
  • Kühe um 140 cm Kreuzbeinhöhe und 850 kg Gewicht

Zuchtziel:

Angestrebt wird ein einfarbig cremefarbenes Rind. Die in der Rassebeschreibung vorgegebenen Farben sind möglich und haben keinen Einfluss auf die Bewertung des Tieres. Ein schwarzes Flotzmaul oder schwarze Abzeichen im Fell werden bei der Exterieurbewertung max. mit der Typnote 4 bewertet.

Zucht genetisch hornloser Tiere bei Erhalt und Verbesserung der positiven Rasseeigenschaften.

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen. Unerwünschte Abweichungen vom beschriebenen Körperbau werden bei der Exterieurbewertung mit max. Note 5 im Typ und/oder Skelett bewertet. DieEuterform ist bei der Kuheinstufung in der Typnote zu berücksichtigen. Zu tief liegende Euter oder nicht saugfähige Zitzen werden mit max. Note 4 im Typ bewertet.

Mit guter Fruchtbarkeit, problemloser Abkalbung und Mütterlichkeit soll die Uckermärkerkuh ein gesundes, vitales Kalb pro Jahr aufziehen.

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Rassebeschreibung

Farbe: einfarbig rot oder schwarz

Hornstatus: Die Rasse ist genetisch hornlos

Körperbau: Angus-Rinder gehören unter den Fleischrinderrassen zu den mittelrahmigen Typen. Sie zeigen einen langgestreckten Körperbau mit tiefer Rippe. Schulter und Rücken sind breit angelegt und gut bemuskelt. Das Becken ist lang, breit und leicht geneigt und bietet beste Voraussetzungen für leichte Abkalbungen. Die Ausformung der Keulenbemuskelung ist tief und breit mit guter Ausprägung der Innenkeule. Charakteristisch für die Angus-Tiere sind der leichte, kurze Kopf, der feine Knochenbau, die sehr korrekten Gliedmaßen und die kurzen, festen Klauen. Fest ansitzende, mit kurzen, gut saugfähigen Strichen versehene Euter ermöglichen eine lange Nutzungsdauer der Kühe.

Produktionseigenschaften: Durch ihren ruhigen Charakter wird der Umgang mit den Tieren sehr erleichtert. Mit ihrer tiefen Rippe und Rumpfigkeit erlangen sie eine herausragende Weideeignung, die weltweit an der Rasse Angus geschätzt wird. Auch auf schlechten Weidestandorten bringen die Tiere noch hohe Marktleistungen. Durch die Frühreife der Angus-Rinder eignet sich die Rasse hervorragend für die erste Belegung mit 15 Monaten; die erste Abkalbung erfolgt problemlos mit 2 Jahren und die Tiere erreichen nach dem 3. Kalb ihr Endgewicht. Die gute Milchleistung der Kühe ermöglicht eine lange Säugeperiode von über 9 Monaten mit sehr guten Absetzgewichten der Kälber. Das überdurchschnittliche Aufnahmevermögen für Grobfutter, die einfache Handhabung und die guten Leistungen der Mastremonten begründen die hohe Wirtschaftlichkeit der Rasse Angus. Bei guter Ausprägung der wertvollen Teilstücke am Schlachtkörper zeigen die Tiere eine deutliche genetische Überlegenheit bei den Merkmalen Zartheit und Marmorierung des Fleisches.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Angus-Bullen erlangen eine Kreuzbeinhöhe um die 145 cm bei einem Gewicht von etwa 1.100 kg. Angus-Kühe werden um 136 cm groß und um 700 kg schwer.

Zuchtziel

Die definierten Farben der Rassebeschreibung sind absolut bindend. Weiße Pigmente sind unerwünscht und werden nur auf der Bauchlinie hinter dem Nabel bis zum Euter bzw. am Euter, bei Bullen hinter dem Präputium zugelassen. Tiere mit davon abweichenden weißen Flecken erhalten die Typnote 4. Jegliche Abweichung von der genetischen Hornlosigkeit wie z. B. Scurs führt zur Typnote 4. Die Definitionen der Rassebeschreibung sind bei der Exterieurbeurteilung uneingeschränkt anzuwenden. Bei gleichmäßiger Breite des Oberkörpers wird besonderer Wert auf straffe Übergänge und harmonische Proportion gelegt. Neben der korrekten Ausbildung und Stellung von Gliedmaßen und Klauen wird viel Wert auf einen einwandfreien Bewegungsablauf gelegt.

Bei der Bemuskelung wird besonders auf eine gute Ausprägung an Schulter, Rücken und Keule geachtet. Die gute Milchleistung und Mütterlichkeit der Anguskuh, in Verbindung mit regelmäßigen Abkalbungen und lebendgeborenen Kälbern, sorgen für beste Aufzuchtleistung und eine lange Nutzungsdauer.

Gravierende Euterfehler wie nicht saugfähige Zitzen oder zu tief hängende Euter werden mit Typnote 4 bewertet.

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Rassebeschreibung

Ursprungsland: Frankreich

Farbe: einfarbig hellgelb bis weizenfarben mit Aufhellungen um Augen und Flotzmaul; Innenseiten der Extremitäten und Bauchunterseite hell; rosa erscheinende unpigmentierte Schleimhäute; es sollen keine schwarzen Haare und weiße Flecken vorkommen; helles, elfenbeinfarbenes Horn mit dunklerem Ende

Körperbau: großrahmig; rechteckformatig durch ausgeprägte Körper- und Beckenlänge; feingliedriger Knochenbau; feine Haut; kleiner Kopf mit breiter Stirn und ausgeprägtem Flotzmaul; dreieckige Gesichtsansicht; mittellanges, nach vorn leicht abfallend gebogenes, feines Horn, enthornt oder genetisch hornlos; ausgeprägte Bemuskelung in allen fleischtragenden Körperpartien, vor allem in Rücken und Keule

Haarkleid: kurzhaarig, glatt

Produktionseigenschaften: ruhiges, umgängliches Wesen; leichte Geburten; feingliedrige, vitale

Kälber; hohe Nettozunahmen; beste Fleischqualität mit geringer Fettauflagerung; feine Fleischfaser; hohe Schlachtausbeute; langlebige, produktive Tiere; gute Einkreuzungsfähigkeit in Milch- und Fleischrassen zur Verbesserung der Ausschlachtungsergebnisse

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Die Rasse Blonde d'Aquitaine ist großrahmig in Rechteckform. Innerhalb der Rasse werden die Tiere in Groß, Mittel und in Klein eingestuft. Die Rahmenbeschreibung ist kein Qualitätskriterium. Bullen: um 160 cm Kreuzbeinhöhe und 1.400 kg Gewicht. Kühe: um 150 cm Kreuzbeinhöhe und 1.000 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung vorgegebene Farbe ist einzuhalten. Eine deutliche Pigmentierung der sichtbaren Schleimhäute, weiße Flecken und schwarze Haare sind bei Exterieurbewertungen in der Typnote mit max. 4 zu bewerten.

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen. Die Bewertung des Körperbaus ist bei behörnten, enthornten und genetisch hornlosen Tieren gleich.

Für Bullen und weibliche Tiere gilt gleichermaßen, dass nur eine leichte, wenig geschwungene Oberlinie toleriert wird. Der Rücken muss aber fest sein. Besonderer Wert wird auf korrekte, feine Gliedmaßen und gute Klauen gelegt.

Die Blonde d’Aquitaine-Kühe sollen eine gute Aufzuchtleistung zeigen; d. h. regelmäßig lebend geborene Kälber, gute Milchleistung und eine gute Mütterlichkeit. Zu tief hängende Euter und nicht saugfähige Zitzen werden mit Typ 4 bewertet. Eine lange Nutzungsdauer wird angestrebt.

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Rassebeschreibung

Ursprungsland: Frankreich

Farbe: Einfarbig weiß bis cremegelb; Flotzmaul, Klauen und Horn hell

Körperbau:

Kopf: relativ kurzer, breiter, nicht zu großer Kopf mit Horn oder genetisch hornlos großes Flotzmaul

Hals und Brust: voll, breit und tief Rumpf: harmonisch proportioniert, symmetrisch, breit und lang

Schulter: geschlossen (ohne Einschnürung) und vollfleischig

Rippen: gute Tiefe und Wölbung

Rücken: ausgeprägt bemuskelt; lang, breit und fest; eine leicht geschwungene Oberlinie ist akzeptiert

Becken: korrekte Lage und Breite; gut bemuskelt

Keule: ausgeprägt bemuskelt nicht zu rund, aber mit tiefreichendem Muskelansatz innen und außen

Beine: nicht zu feinknochig, korrekt gewinkelt und gestellt, straffe Fesseln

Gelenke: fest und trocken

Klauen: breit und fest

Euter: fest ansitzend, mit vier gleichmäßig entwickelten Eutervierteln, Zitzen nicht zu lang und dick

Produktionseigenschaften: langlebig, fruchtbar, jährliche normale Kalbungen ruhiges Temperament (gutmütig), gute Herdenbindung, gute Muttereigenschaften, vitale Kälber höchste Mastleistung und hohes Grundfutteraufnahmevermögen, hohe Ausschlachtung und ausgeprägte Bemuskelung mit relativ geringen Fetteinlagerungen und -auflagerungen am Schlachtkörper

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Charolais sind großrahmig innerhalb der Rinderpopulation. Es gibt sie klein-, mittel- und großrahmig innerhalb der Rasse. Die Rahmengröße ist kein Kriterium für den Wert des Tieres. Bullen: um 155 cm Kreuzbeinhöhe und 1.250 kg Gewicht. Kühe: um 145 cm Kreuzbeinhöhe und 850 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung vorgegebene Farbe ist einzuhalten. Ein dunkles Flotzmaul und deutlich abgesetzte Pigmentierung sind bei Körung oder Einstufung in der Typnote mit max. 4 zu bewerten.

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen. Die Tatsache, dass in der Zucht auch genetisch hornlose Tiere erwünscht sind, hat keine andere Bewertung des Körperbaus dieser Tiere zur Folge.

Für Bullen und weibliche Tiere gilt gleichermaßen: Die Schulterpartie soll voll sein und der Rücken und das Becken breit. Die Oberlinie kann im Schulterbereich ein wenig geschwungen sein, der Rücken aber muss fest sein. Besonderer Wert wird auf korrekte Gliedmaßen und korrekte Klauen gelegt.

Bullen sollen sehr hohe Zunahmen zeigen und eine besonders gute Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule.

Weibliche Tiere sollen hohe Zunahmen zeigen und eine gute Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule.

Die Charolaiskuh soll aufgrund regelmäßig lebend geborener Kälber, guter Milchleistung und guter Mütterlichkeit eine gute Aufzuchtleistung zeigen. Eine lange Nutzungsdauer wird angestrebt. Zu tief hängende Euter und nicht saugfähige Zitzen werden mit Typ 4 bewertet.

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Rassebeschreibung

Ursprungsland: Südwesten Irlands (Grafschaft Kerry)

Farbe: Einfarbig schwarz, rot, dun. Weiße Flecken werden nur hinter dem Nabel am Unterbauch, am Euter und an der Scheide toleriert. Einzelne weiße Haare im Fell oder in der Schwanzquaste sind erlaubt. Rote und dun-farbige Tiere dürfen ein rosa oder ein dunkles Flotzmaul haben.

Körperbau: Sehr kleiner Rahmen innerhalb des Rassenspektrums. Körper klein, breit und tief mit gerader Oberlinie und guter Bemuskelung. Beine mäßig lang, gut proportioniert zur Körpergröße mit korrekten Klauen. Schwanz gerade an der Wirbelsäule angesetzt.

Kopf: kurz und breit, sich gefällig verjüngend zu breitem Maul.

Produktionseigenschaften: Robust und widerstandsfähig; jährliches problemloses Abkalben; gutmütiges Temperament, gute Muttereigenschaften mit genügend Milch; vitale Kälber. Gute Eignung zur Landschaftspflege (genügsam, wenig Trittschäden), ganzjährige Weidehaltung möglich.

Produktionsziel: Zweinutzungsrasse bei überwiegender Mutterkuhhaltung / Fleischvermarktung.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Bullen: 102 bis 117 cm Kreuzbeinhöhe und 530 kg Gewicht. Kühe: 97 bis 109 cm Kreuzbeinhöhe und 380 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung gemachten Vorgaben bzgl. Farbe und Körperbau sind bei Exterieurbewertungen entsprechend zu berücksichtigen. Geringe Körpergröße bei Einhaltung der o.g. Merkmale. Sukzessive züchterische Verdrängung des Bulldog-Gens (Chondrodysplasie). Auflage seit 1. April 2004: Bullen können nur in HB A aufsteigen, wenn sie Nicht-Träger (Non-Carrier) des Gens sind; dasselbe gilt für ab 2010 geborene weibliche Tiere (Nachweise über Abstammungsuntersuchung von freien Eltern oder Gentest /.VAN HAERINGEN, NL)

Bei roten Tieren haben tief-dunkelbraune bis schwarze Köpfe und Beine bzw. Mehlmaul einen (1) Punkt Abzug in der Typnote zur Folge. Große, weiße Flecken (größer als Handfläche) im zugelassenen Bereich werden mit Typnote 5 und weiße Flecken außerhalb des zugelassenen Bereiches werden mit Typnote 4 bewertet. Gravierende Typ- oder Skelettmängel, nicht saugfähige Euter und deutliche Abweichungen von den beschriebenen Farben werden mit der Note 4 bewertet. Die Farbe brindle ergibt die Typnote 5.

Die Dexterkuh soll aufgrund regelmäßig lebend geborener Kälber, guter Milchleistung und guter Mütterlichkeit jährlich ein wüchsiges Kalb aufziehen.

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Rassebeschreibung

Farbe:

  • Körper: gedeckt, gescheckt, gefleckt, gesprenkelt vom dunklen Rotbraun bis zum hellen Gelb auf weißem Grund. Unterbauch überwiegend weiß. Füße und Schwanzquaste weiß
  • Kopf: überwiegendweiß, helles Flotzmaul

Körperbau: mittel- bisgroßrahmig innerhalb des Fleischrasse-Spektrums, lang, breit und tief im Rumpf, trockene, inder Stärke zum Körperbau passende Gliedmaßen mit festen Klauen, gute und sehr gute Bemuskelung an allen wichtigen Körperpartien, gute und funktionale Euter

Produktionseigenschaften: Ruhig und gutmütig; beste Weideeignung; sehr hohe Zunahmen; regelmäßiges, problemloses Abkalben; beste Muttereigenschaften, sehr gute Milchleistung; frohwüchsige Kälber, hohe Absetzgewichte, sehr gute Fruchtbarkeit, in der Mast hohes Futteraufnahmevermögen, sehr gute Zunahmen, ausgeprägte Bemuskelung, geringe Verfettung, marktgerechte Schlachtkörper

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe:

  • Bullen: um 157 cm Kreuzbeinhöhe und 1.200 kg Gewicht.
  • Kühe: um 147 cm Kreuzbeinhöhe und 800 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung vorgegebene Farbe ist einzuhalten. Starke Farbabweichungen sind bei Körung oder Einstufung wie folgt zu bewerten.

a) Farbe Kopf: max. Note 4 = weniger als geschätzt 20 % weiß

b) Farbe Körper: max. Note 4 = komplett pigmentiert oder komplett unpigmentiert

Für Bullen und weibliche Tiere gilt gleichermaßen:

Genetische Hornlosigkeit, gut proportionierter Körperbau, harmonische Übergänge, nicht zu langer Kopf, volle und feste Schulter, Breite in Brust, Rücken und Becken, feste Oberlinie, korrekte Gliedmaßen und Klauen. Bullen sollen sehr hohe Zunahmen zeigen, verbunden mit einer guten Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule. Weibliche Tiere sollen hohe Zunahmen zeigen, bei einer guten Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule. Wichtig sind korrekte, nicht zu große Euter mit einer Strichausbildung, die problemloses Saugen ermöglicht. Überdurchschnittliche Milchleistung innerhalb des Fleischrasse-Spektrums, gute Mütterlichkeit und problemlose, jährliche Kalbung. Zu tief hängende Euter und nicht saugfähige Zitzen werden mit Typ 4 bewertet. Eine lange Nutzungsdauer wird angestrebt.

Die Anpaarung von gehörnten Tieren ist möglich.

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Rassebeschreibung

Ursprungsland: Schottland

Farbschläge:

  • Einfarbig schwarz, dun (blond) oder rot. Am ganzen Körper pigmentiert. Weiße Flecken werden nur am Unterbauch hinter dem Nabel geduldet. Schwarze Kühe mit mahagonifarbenem Anflug am Körper.
  • White Grundfarbe weiß, optimaler Weise sind Maul, Ohren, Augenumrandungen und Füße pigmentiert. Fellflecken bis Handtellergröße sind zulässig. Unterzeichnungen führen zu Punktabzug, werden aber nicht als Farbfehler angesehen.
  • Belted Durchgehend weißer Bauchring ohne weitere weiße Flecken. Weiße Abzeichen an den Füßen sind nicht gestattet. Hautpigmentierungen im Belt sind erlaubt, Fellflecken nicht. Hautpigmentierungen am Penisschaft sind erlaubt.
  • Rigget Die Tiere sollen am Körper überwiegend pigmentiert sein. Optimal gezeichnete Tiere haben weiße Augentropfen und eine weiße Halskrause.

Pigmentierung: schwarz, dun (blond), rot

Fell: dichtes, mittelfeines Unterhaar und längeres, gewelltes Oberhaar

Körperbau:

  • Kopf: Kurz und breit mit breitem Maul. Unbedingt hornlos, auch keine Hornansätze. Mittellange, breite Ohren mittellang, leicht nach vorn aufwärtsstehend mit starkem Behang. Große und ausdrucksstarke Augen.
  • Hals und Brust: voll, breit und tief; Länge passend zur Gesamterscheinung
  • Rumpf: harmonisch proportioniert, fließende Übergänge, kompakt und symmetrisch
  • Schulter: geschlossen (ohne Einschnürung) und vollfleischig
  • Rippen: lang, mit gutem Körperansatz
  • Rücken: Lang und breit, gerade und fest, gut proportionierter Übergang in die Schwanzpartie. Weibliche Tiere dürfen einen leicht erhöhten Schwanzansatz haben.
  • Becken: gut entwickelt, korrekte Lage und Breite
  • Keule: vollfleischig, nicht zu rund mit tiefreichendem Muskelansatz
  • Beine: feinknochig, korrekt gewinkelt und gestellt, straffe Fesseln
  • Gelenke: fest und trocken
  • Klauen: breit und fest
  • Euter: fest ansitzend und behaart, vier gleichmäßig entwickelte Euterviertel, Zitzen nicht zu lang und fein
  • Hoden: dem Alter entsprechend entwickelt
  • Penisschaft: gerade und fest ansitzend

Produktionseigenschaften:

  • genügsam
  • robust
  • langlebig
  • fruchtbar
  • leichtkalbig
  • jährliche Kalbungen
  • ruhiges Temperament (friedfertig)
  • starke Herdenbindung
  • gute Muttereigenschaften
  • vitale Kälber
  • Geschlechtsreife ab 5 Monaten
  • spätreif in der Körperentwicklung
  • Erstbelegung i.d.R. ab 24. Lebensmonat oder Mindestgewicht 350 kg
  • gute Fleischleistung mit sehr gut marmorierter, feinfaseriger Fleischqualität
  • sehr gute Grundfutterverwertung (relativ niedriger Erhaltungsbedarf)

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Galloways sind klein- bis mittelrahmig innerhalb der Rinderpopulation. Es gibt sie klein-, mittel- und großrahmig. Die Rahmengröße ist kein Kriterium für den Wert eines Tieres. Bullen: um 130 cm Kreuzbeinhöhe und 850 kg Gewicht. Kühe: um 125 cm Kreuzbeinhöhe und 580 kg Gewicht.

Zuchtziel

Sowohl Bullen, als auch weibliche Tiere werden nicht auf maximale Zunahmen und Gewichte selektiert. Ein Monitoring für das Merkmal „tägliche Zunahmen“ wird für Bullen anlässlich der Körung bis zu einem Alter von 18 Monaten vorgenommen. Im Vordergrund der Selektion stehen das Exterieur und die fruchtbare Kuh mit jährlicher Kalbung und lebend geborenen Kälbern. Eine lange Nutzungsdauer wird angestrebt. Die in der Rassebeschreibung bezüglich Farbschläge, Pigmentierung, Fell und Körperbau genannten Eigenschaften sind bei der Exterieurbeurteilung zu berücksichtigen. Beim Farbschlag „einfarbig“ werden weiße Flecken außerhalb des Unterbauches und am/vorm Nabel mit der Typnote 4 bewertet. Beim Farbschlag „white“ werden mehr als handtellergroße Fleckungen mit der Typnote 4 bewertet. Beim Farbschlag „belted“ werden ein nicht durchgängiger Belt und Flecken im Belt mit der Typnote 4 bewertet. Hornansätze oder geringste Hornplatten sowie zu tief liegende Euter oder nicht saugfähige Zitzen werden mit max. Note 4 im Typ bewertet.

Anpaarungen zwischen den unterschiedlichen Farbschlägen sind erlaubt; es wird aber, im Interesse der Reinhaltung der Genetik der einzelnen Farbschläge, ausdrücklich davon abgeraten.

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Rassebeschreibung

Farbe: Rotbraunes Haarkleid mit weißem Kopf, der dominant vererbt wird. Weiß sind außerdem Hals, Brust, Bauch, Beine und Schwanzquaste, ein weißer Nacken ist erwünscht.

Körperbau: Die Rasse steht im mittleren, zum Teil schon größeren Rahmen. Es gibt gehörnte und genetisch hornlose Tiere. Harmonischer, gut proportionierter Körperbau mit tiefem Rumpf. Guter Fleischansatz ohne sichtbare Verfettung mit stark bemuskelter Vorhand.

Produktionseigenschaften: Robuste Rasse, ganzjährige Freilandhaltung möglich. Überragende Verwertung von Grünland. Umgänglichkeit, Leichtkalbigkeit und ausgeprägter Mutterinstinkt. Hervorragende Fleischqualität (feinfaserig, marmoriert).

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Bullen: um 150 cm Kreuzbeinhöhe und 1.130 kg Gewicht. Kühe: um 140 cm Kreuzbeinhöhe und 730 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung gemachten Vorgaben bzgl. Farbe und Körperbau sind bei Exterieurbewertungen entsprechend zu berücksichtigen.

Ein schwarzes Flotzmaul oder andere deutliche Farbabweichungen im Fell werden bei der Exterieurbewertung max. mit der Typnote 4 bewertet. Weitere deutliche unerwünschte Abweichungen vom beschriebenen Körperbau werden bei der Exterieurbewertung mit max. Note 5 im Typ und/oder Skelett bewertet.

Die Euterform ist bei der Kuheinstufung in der Typnote zu berücksichtigen. Zu tief liegende Euter oder nicht saugfähige Zitzen werden mit max. Note 4 im Typ bewertet. Mit guter Fruchtbarkeit, problemloser Abkalbung und Mütterlichkeit soll die Herefordkuh ein gesundes, vitales Kalb pro Jahr aufziehen.

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Rassebeschreibung

Farbe: vorherrschende Farben sind Rot, Gelb und Schwarz. Seltener kommen vor: Gestromt (brindle), Graubraun (dun) und Weiß. Weiße Flecken am Unterbauch kommen vor, weiße Flanken (partycolour) sind möglich.

Körperbau: Eindrucksvoller Kopf, passend ausdrucksvoll und harmonisch zu den Proportionen des Körperbaus des Tieres. Klein- bis mittelrahmig innerhalb der Rinderpopulation. Langes, leicht gewelltes Oberhaar mit üppigem Unterhaar. Beim Bullen kurzer, einem gleichschenkligem Dreieck ähnlichem Kopf mit breitem Flotzmaul. Haarschopf zwischen den Augen lang, breit und buschig, die Augen teils bedeckend, buschig behaarte, große Ohren mit langem Behang. Symmetrische Hornform. Tief gestellter Rumpf, gerader, gut bemuskelter langer Rücken, kräftiges Fundament, eine gesunde Klauenspreizung ist erwünscht.

Produktionseigenschaften: Robustheit, Vitalität, ganzjährige Freilandhaltung. Mit einer Erstbelegung ab 30 Monaten ist das Highland Cattle spätreif. Es zeichnet sich durch Langlebigkeit und Leichtkalbigkeit aus. Es ist ruhig und umgänglich; aber auch wehrhaft bei guten Muttereigenschaften.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Highland Cattle gibt es klein, mittel und großrahmig. Bullen: um 138 cm Kreuzbeinhöhe und 780 kg Gewicht. Kühe: um 128 cm Kreuzbeinhöhe und 570 kg Gewicht.

Einsatzgebiet: Die Zielrichtung ist der Einsatz des schottischen Hochlandrindes in der ganzjährigen Freilandhaltung. Ihren besonderen Einsatz findet die Rasse in der extensiven Weidebewirtschaftung, als Landschaftspfleger und im Naturschutz.

Zuchtziel

Bei der züchterischen Bearbeitung steht eindeutig im Vordergrund, das schottische Hochlandrind in seiner Robustheit, Ursprünglichkeit, Vitalität und in seinem Charakter zu erhalten. Langlebigkeit, regelmäßige Kalbungen und lebend geborene Kälber, die ohne Hilfe zur Welt kommen sind wichtige Zuchtkriterien.

Die in der Rassebeschreibung genannten Farbgebungen und Körpermerkmale sind bei der Exterieurbewertung entsprechend zu berücksichtigen. Haben Tiere über den Unterbauch hinaus an anderen Körperpartien weiße Flecken (partycolour), müssen lückenlos fünf Generationen reinrassige Abstammung dem Herdbuch führenden Zuchtverband als Nachweis vorgelegt werden. Sonst erfolgt die Bewertung im Typ mit max. Note 4.

Genetisch bedingte Deformationen der knorpeligen Ohrmuschel sind unerwünscht. Werden bei der Körung oder Kuheinstufung die Ohren der Tiere nicht untersucht, so erfolgt folgender Vermerk in den Bewertungsunterlagen: Ein Abtasten auf crop ears wurde nicht vorgenommen. Werden crop ears sichtbar oder fühlbar festgestellt, dürfen die Tiere im Typ max. mit der Note 4 bewertet werden. Genetische Hornlosigkeit wird mit max. Typnote 4 bewertet.

Gefordert wird ein am Bauch fest ansitzendes Euter mit nicht zu langen und nicht zu dicken Strichen, das vom Kalb leicht zu erreichen und zu besaugen ist. Mängel werden bei der Exterieurbewertung mit max. Typnote 4 bewertet.

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Rassebeschreibung

Ursprungsland: Frankreich

Farbe: einfarbig hell- bis dunkelrot; deutliche Aufhellung um Auge, Maul, Fesselgelenk und Hodensack bzw. Euter; keine Pigmentation und Farbflecken

Körperbau:

Kopf: Harmonisch, nicht zu grob und groß. Mit Horn, enthornt oder genetisch (natürlich) hornlos. Gut proportioniertes, ausgeprägtes Flotzmaul.

Hals und Brust: Geschlossen, mit ausreichender Tiefe und Breite

Rumpf: Harmonisch proportioniert, symmetrisch

Schulter: geschlossen

Rippen: ausreichend Tiefe

Rücken: lang, breit und fest

Becken: lang, leicht abfallend und ausreichend breit

Keule: ausgeprägt innen und außen, rundlich, mit ausreichender Tiefe

Beine: fein- bis mittelknochig, korrekt gewinkelt und gestellt, mit festen Fesseln

Klauen: korrekt und fest

Euter: korrekt fest, mit guten besaugfähigen Zitzen

Bemuskelung: stark an allen fleischtragenden Körperteilen

Körperübergänge: geschlossen und harmonisch

Produktionseigenschaften: fruchtbar, leichte Geburtsverläufe mit ausreichender Milchleistung und guten Muttereigenschaften; anpassungsfähig und gute Weideeignung; umgänglicher Charakter; kontinuierliche, hohe Mastleistung bei sehr guter Futterverwertung; hervorragende Ausschlachtung mit guter Fleischmarmorierung

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Die Rasse Limousin ist groß- bis mittelrahmig in Rechteckform. Innerhalb der Rasse werden die Tiere in Groß, Mittel und in Klein eingestuft. Die Rahmenbeschreibung ist kein Qualitätskriterium. Bullen: um 150 cm Kreuzbeinhöhe und 1.150 kg Gewicht. Kühe: um 140 cm Kreuzbeinhöhe und 775 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung vorgegebene Farbe ist einzuhalten. Eine fehlende deutliche Aufhellung vom Flotzmaul und um die Augen, sowie Farb- und Pigmentflecken im Fell sind bei Exterieurbewertung in der Typnote mit max. 4 zu bewerten.

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen. Die Bewertung des Körperbaus ist bei gehörnten, enthornten und natürlich (genetisch) hornlosen Tieren gleich.

Für Bullen und weibliche Tiere gilt gleichermaßen: Die Schulterpartie soll voll sein und der Rücken und das Becken breit. Eine leichte, wenig geschwungene Oberlinie kann toleriert werden. Der Rücken muss aber fest sein. Besonderer Wert wird auf korrekte Gliedmaßen und korrekte Klauen gelegt.

Bullen sollen sehr hohe Zunahmen und eine besonders gute Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule zeigen.

Weibliche Tiere sollen hohe Zunahmen und eine gute Bemuskelung an Schulter, Rücken und Keule zeigen.

Die Limousinkühe sollen eine gute Aufzuchtleistung zeigen; d. h. regelmäßig lebend geborene Kälber, gute Milchleistung und eine gute Mütterlichkeit. Zu tief hängende Euter und nicht saugfähige Zitzen werden mit Typ 4 bewertet.

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Rassebeschreibung

Farbe:

  • Weiße Grundfarbe mit roter oder schwarzer zusammenhängender (Schecken) oder feinst verteilter Pigmentierung (Sprinzen). Immer farbig sind Ohren, Augen, Maul sowie Klauenhorn und sichtbare Schleimhäute. Rücken und Bauch sind immer weiß.

Körperbau:

  • Kopf: relativ kurz, breit und nicht zu groß; großes Flotzmaul
  • Hals und Brust: voll, breit und tief
  • Rumpf: harmonisch proportioniert, symmetrisch, breit und lang
  • Schulter: geschlossen (ohne Einschnürung) und vollfleischig
  • Rippen: gute Tiefe und Wölbung
  • Rücken: ausgeprägt bemuskelt; lang, breit und fest
  • Becken: korrekte Lage und Breite, gut bemuskelt
  • Keule: ausgeprägt bemuskelt; nicht zu rund, aber mit tiefreichendem Muskelansatz innen und außen
  • Beine: nicht zu feinknochig, korrekt gewinkelt und gestellt, straffe Fesseln
  • Gelenke: fest und trocken
  • Klauen: breit und fest
  • Euter: fest ansitzend, mit gleichmäßig entwickelten Eutervierteln, Zitzen nicht zu lang und dick

Produktionseigenschaften:

  • langlebig, fruchtbar, jährliche normale Kalbungen
  • ruhigesTemperament (gutmütig), gute Herdenbindung
  • gute Muttereigenschaften, vitale Kälber
  • hohes Grundfutteraufnahmevermögen, gute Tageszunahmen

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe:

  • Bullen um 145 cm Kreuzbeinhöhe und 900 kg Gewicht
  • Kühe um 135 cm Kreuzbeinhöhe und 680 kg Gewicht

Pustertaler sindmittelrahmig innerhalb der Rinderpopulation.

Zuchtziel:

Vorrangiges Ziel ist die Erhaltung der in ihrer Existenz gefährdeten Rasse. Bei der Anpaarung ist auf eine möglichst breite genetische Basis zu achten.

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Rassebeschreibung

Farbe: Helle bis dunkel rotbraune Mahagonifarbe, vereinzelt tritt auch ein schwarzes Gen auf. Helles, grau schattiertes Haarkleid kommt ebenso wie eine hell graue Stirn und ein helles Euter vereinzelt vor. Das Haarkleid ist meistens gelockt. Die Schleimhäute sind hell, die Haut braun pigmentiert. Die Klauen sind schwarz, vereinzelt kommen helle Klauen vor. Die Schwanzquaste ist grau bis cremefarben.

Körperbau: Kurzer, dreieckiger Kopf. Die Hörner der Kühe haben eine charakteristische Lyraform und verbreitern sich im Alter. Hornlosigkeit kann auftreten. Langes und breites Becken. Gerader Rücken bei gleichmäßig guter Bemuskelung; gute Keulenausprägung. Korrekte, trockene Gliedmaße; harte Klauen.

Produktionseigenschaften: Das Salers-Rind ist sehr robust. Der Futterverbrauch ist sehr gering bei gleichzeitig hoher Gewichtszunahme; korrekte Fundamente, mit harten Klauen für eine hervorragende Weideeignung, aber auch Stallhaltung; hohe Milchleistung und damit zügige Entwicklung der Kälber; problemloses Abkalben, mit vitalen frohwüchsigen Kälbern, gute Muttereigenschaften.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Bullen: um 157 cm Kreuzbeinhöhe und 1.050 kg Gewicht. Kühe: um 147 cm Kreuzbeinhöhe und 800 kg Gewicht.

Zuchtziel

Die in der Rassebeschreibung gemachten Vorgaben bzgl. Farbe und Körperbau sind bei Exterieurbewertungen entsprechend zu berücksichtigen. Beim Bullen sind helle Flecken unter dem Bauch bei der Exterieurbewertung in der Typnote mit max. 4 zu bewerten. Bei Kühen sind helle Flecken unter dem Bauch (außer am Euter) bei der Exterieurbewertung in der Typnote mit max. 4 zu bewerten.

Bullen sollten über hohe Tageszunahmen bei gleichmäßig guter Bemuskelung an Schulter, Rücken, Lende und besonders an der Keule verfügen. Das Fundament der Salers-Rinder soll über korrekte Gliedmaße und korrekte Klauen verfügen.

Die Salerskuh soll aufgrund regelmäßig lebend geborener Kälber, guter Milchleistung und guter Mütterlichkeit eine gute Aufzuchtleistung zeigen. Eine lange Nutzungsdauer wird angestrebt. Zu tief hängende Euter und nicht saugfähige Zitzen werden im Typ max. mit 4 bewertet.

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Rassebeschreibung

Farbe: Einfarbiges Haarkleid, schwarz oder rot bis rotbraun. Klauen bei schwarzen Tieren dunkelbraun bis schwarz, bei roten Tieren hell.

Körperbau: Mittelrahmiges Rind, leichter Kopf, kräftige Vorhand mit guter Tiefe, harmonische Übergänge, nahezu horizontale Beckenlage von leicht ansteigend bis leicht abfallend. Feine, trockene Gliedmaßen mit festen, relativ großen Klauen. Haarkleid kurz und glatt. Harmonische Bemuskelung mit guter, langgestreckter Keulenausbildung und breiter, gut bemuskelter Schulter.
Wenig bis mäßig gekrümmte Hörner mit kräftigem Hornansatz, genetische Hornlosigkeit möglich.

Produktionseigenschaften: Ruhig und gutmütig, gute Weideeignung. Frühe Zuchtreife weiblich ab 15 Monate, männlich ab 12 Monate, sehr fruchtbar mit einer Zwischenkalbezeit von 365 Tagen regelmäßigen Kalbungen und leichten Geburten, gute Muttereigenschaften und ausreichend Milch zur Aufzucht der eigenen Kälber.
Sehr gute Euter hinsichtlich Form, Aufhängung und Strichausbildung. Spätreifer Schlachttyp ab 30 Monaten, vom Fütterungssystem abhängig. Besonders hervorzuheben und wichtiges Rassemerkmal ist die Erzeugung exzellenter Schlachtkörper mit extrem hohem Marmorierungsgrad des Fleisches durch sehr hohen Anteil an intramuskulärem Fett.
Tageszunahmen über 1000 g für männliche Tiere und über 850 g für weibliche Tiere im ersten Lebensjahr sind anzustreben, woraus sich anzustrebende Jährlingsgewichte von annähernd 340 kg für Rinder und 400 kg für Bullen ergeben.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Bullen: um 145 cm Kreuzbeinhöhe und 1.000 kg Gewicht. Kühe: um 132 cm Kreuzbeinhöhe und 650 kg Gewicht.

Zuchtziel

Der beschriebene Rassetyp soll erhalten bleiben. Tiere mit Flecken am Körper, die sich deutlich sichtbar von der umgebenden Fellfarbe abheben, sind unerwünscht und mit Typnote maximal 4 zu bewerten. Die sehr guten Euter sind zu erhalten, Kühe mit tiefhängenden Eutern oder nicht saugfähigen Zitzen werden im Typ maximal mit der Note 4 beurteilt.

Angestrebt werden jährliche Kalbungen, kurze Zwischenkalbezeiten und lebend geborene Kälber. Verbesserung der Milch- und der damit verbundenen Aufzuchtleistung, gemessen als 200-Tage-Gewicht, ist erwünscht. Zur Erhaltung der Leichtkalbigkeit sind breite Becken erwünscht. Extreme Keulenausbildung ist nicht rassetypisch und daher unerwünscht.

Es wird ein geschlossenes Herdbuch geführt.

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Rassebeschreibung

Farbe: Schwarz, etwas weiß an der Unterseite hinter dem Nabel ist erlaubt, wobei das Haarkleid dicht und weich sein soll, in der Länge ist es je nach Umwelt und Jahreszeit stark variierend.

Körperbau: Der Kopf ist mittelgroß, hat eine breite Stirn und durch die ausgeprägten Kinnbacken eine gute Tiefe. Das Auge ist groß, sanft und auffällig. Die relativ großen Ohren sind dicht mit weichem Haar bedeckt. Die Hörner sollen gleichmäßig und gut ausladend sein. Bevorzugt wird ein waagerechtes Horn, das in der Spitze leicht aufwärts gerichtet ist. Der Hals soll relativ kurz und voll, dabei jedoch so trocken wie möglich sein. Die Schulter ist voll und geschlossen. Genetische Hornlosigkeit und Wackelhörner sind möglich.

Typisch sind: langer Rumpf, kurzes Gangwerk, starker Knochenbau und kräftige Klauen.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Bullen: um 148 cm Kreuzbeinhöhe und 1.100 kg Gewicht. Kühe: um 137 cm Kreuzbeinhöhe und 750 kg Gewicht.

Zuchtziel

Sowohl Bullen, als auch weibliche Tiere werden nicht auf maximale Zunahmen und Gewichte selektiert. Ein Monitoring für das Merkmal „tägliche Zunahmen“ wird für Bullen anlässlich der Körung bis zu einem Alter von 18 Monaten vorgenommen. Im Vordergrund der Selektion stehen das Exterieur und die fruchtbare Kuh mit jährlicher Kalbung und lebend geborenen Kälbern.

Die in der Rassebeschreibung vorgegebene Farbe ist einzuhalten. Rote Tiere werden max. mit Typnote 4 bewertet. Tiere mit weißen Flecken außerhalb der Bauchlinie und vor oder am Nabel erhalten ebenfalls max. Typnote 4.

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen. Der Rumpf ist rechteckig und weist eine gute Länge mit gerundeter, langer Rippe auf. Der Rücken soll gerade sein. Senkungen hinter der Schulter und in der Nierenpartie sowie ein hoher Schwanzansatz sind unerwünscht. Angestrebt wird eine gleichmäßige Bemuskelung an Rücken und Schulter. Die Keule soll breit sein und innen wie außen tief herunterreichen. Die Euterform ist bei der Kuheinstufung in der Typnote zu berücksichtigen. Zu tief liegende Euter oder nicht saugfähige Zitzen werden mit max. Note 4 im Typ bewertet.

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Rassebeschreibung

Farbe: Alle Fellfarben sind möglich. Die vorherrschenden Farben sind Braun-, Schwarz-, Rot- und weißtöne. Neben einfarbigen Tieren gibt es auch gefleckte und gesprenkelte. Bei einfarbigen Tieren ist der Buckelbereich häufig dunkler gefärbt, während das Fell an den Schenkelinnenseiten, am Bauch, um die Augen und um das Flotzmaul eine hellere Färbung aufweisen kann. Viele Tiere haben einen Aalstrich, selten sind Abzeichen wie Blessen oder Sterne.

Körperbau: Kleinrahmiges, leichtes Rind, mit sehr feinen, trockenen, korrekt gestellten Extremitäten. Die Hinterhand zeichnet sich durch das abgezogene Becken aus. Der Kopf ist leicht und ausdrucksvoll. Die schmale Stirnpartie verleiht ihm eine längliche Erscheinungsform und passt harmonisch zum Gesamtbild des Tieres. Die Ohren stehen waagerecht ab. Die Hornstellung sollte symmetrisch sein und nach oben zeigen. Bei großer Ausladung sind sie häufig gebogen. Genetisch bedingte Hornlosigkeit kann auftreten. Charakteristisch sind die stark ausgebildete Wamme und der deutliche Buckel, welcher bei männlichen Tieren stärker ausgeprägt ist.

Produktionseigenschaften: Genügsames, ruhiges und umgängliches Rind mit guten Reproduktions- und Muttereigenschaften für extensive Standorte. Ausgeprägte Leichtkalbigkeit und Leichtfuttrigkeit, auch bei karger Futtergrundlage. Gehölzaufwuchs und Triebe werden kurz gehalten. Hervorragende Weideeignung bei extensiver Haltung, Standorttreue, ausgeprägter Herdenzusammenhalt und geringe Belastung der Grasnarbe durch ihr niedriges Gewicht zeichnen die Rasse aus. Es wird ein Erstkalbealter von 25 bis 30 Monaten angestrebt. Das Zwergzebu ist sehr langlebig und fruchtbar, es werden Lebensleistungen von 15 Kälbern und mehr erreicht. Die Zwischenkalbezeit soll 365 Tage nicht wesentlich überschreiten. Angestrebt wird eine gute Bemuskelung der Kühe, insbesondere der Rückenpartie, sowie gute bis sehr gute Bemuskelung der Bullen in Rücken, Keule und Schulter, wobei diese im Alter von 2 ½ bis 3 Jahren einen Ausschlachtungsgrad von 60 % und mehr erreichen.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe: Bullen: um 120 cm Kreuzbeinhöhe und 450 kg Gewicht. Kühe: um 105 cm Kreuzbeinhöhe und 275 kg Gewicht.

Zuchtziel

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen, um die zebutyischen Merkmale zu erhalten. Sowohl Bullen, als auch weibliche Tiere werden nicht auf maximale Zunahmen und Gewichte selektiert. Ein Monitoring für das Merkmal „tägliche Zunahmen“ wird für Bullen anlässlich der Körung bis zu einem Alter von 18 Monaten vorgenommen. Im Vordergrund der Selektion stehen das Exterieur und die fruchtbare Kuh mit jährlicher Kalbung und lebend geborenen Kälbern. Die lange Nutzungsdauer soll erhalten bleiben.

Tiere mit fehlendem Buckel, fehlender Wamme und horizontaler oder gar ansteigender Beckenlage sind nicht rassetypisch, daher unerwünscht und mit Typnote maximal 4 zu beurteilen. Kühe mit tiefhängenden Eutern oder nicht saugfähigen Zitzen sind nicht erwünscht, sie werden im Typ maximal mit der Note 4 beurteilt. Extreme Keulenausbildung bei Kühen ist unerwünscht.


Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung

Die Leistungsprüfung im Feld ist für die Fleischrindzüchter wichtige Produktionskontrolle und wertvolle Selektionshilfe.

Die Absetzer- und Jährlingsgewichte aller reinrassigen Nachkommen können sowohl über Besitzerkontrolle als auch über den mobilen Wiegeservice der RBB GmbH ermittelt werden. Die dazugehörige Bemuskelungsnote vergibt in jedem Fall ein Mitarbeiter der Abteilung Fleischrind. Damit wird eine sichere Datenbasis für die jährliche Zuchtwertschätzung geschaffen.

Im VIT Verden werden für acht Rassen die Relativzuchtwerte Fleisch nach BLUP Mehrmerkmals-Tiermodell geschätzt.

Neben der Gewichtserfassung gehören die Bewertung der Kühe nach der ersten und dritten Kalbung sowie die Körung der Jungbullen zur Leistungsprüfung in den Fleischrinderherden. Dabei finden Rassetyp und funktionales Exterieur Berücksichtigung.

Zur Beschreibung der Zuchtleistung werden unter anderem die Zwischenkalbezeit (ZKZ), der Geburtsverlauf und die Anzahl der Kalbungen herangezogen. Für diese Merkmale gibt es ab Dezember 2012 eine Zuchtwertschätzung.

Die Zuchtwerte sind einzusehen auf der Webseite des VIT.

Feldprüfung

Ingo Jackewitz

Mobil +49-172 3895221

 


Stationsprüfung

In Abstimmung mit der LVAT als Betreiber der Prüfstation und dem Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung als zuständige Behörde sowie auf Beschluss des Zuchtbeirates Fleischrinder werden die Einstallungs- und Prüfbedingungen für die Eigenleistungsprüfung der Fleischrindzuchtbullen in der Station Groß Kreutz modifiziert.

Einstalltermine

Mit Beginn des neuen Prüfjahres 2018 werden zwei Einstalltermine angeboten. Die konkreten Daten für 2018 entnehmen Sie der Tabelle.

  Einstallung/ Prüfbeginn Prüfende Geburtszeitraum von-bis Einstall-Alter von-bis Alter Prüfende von-bis
1 01.08.2018 31.01.2019 01.10.17-28.02.18 154-304 337-487
2 07.11.2018 09.05.2019 01.03.18-31.05.18 160-251 343-434

Haltungsbedingungen

Die Bullen werden die komplette Zeit der Prüfung in dem jetzt als Quarantäne genutzten Offenstall mit Stroheinstreu verbleiben.

Fütterung

Die Ration wird dem Alter der Bullen angepasst.

Tierbeurteilung

Eine erste Bewertung des Skeletts erfolgt nicht mehr unmittelbar bei der Anlieferung, sondern etwa eine Woche später, um die Tiere in einem relativ gelassenen Zustand beurteilen zu können. Eine zielgerichtete Vorselektion der Absetzer im Herkunftsbestand ist dringend erforderlich.

Zum Abschluss der Prüfung werden die Bullen hinsichtlich Typ, Bemuskelung und Skelett bewertet. Diese Bonitur wird nicht als Körung im Herdbuch eingetragen. Es liegt im Ermessen des Besitzers, diese Bewertung als Körergebnis eintragen zu lassen oder den Bullen zu einem späteren Zeitpunkt zur Körung (Bullenauktion oder ab Hof) vorzustellen.

Mit diesen Maßnahmen werden die Prüfbedingungen, insbesondere die Haltungsbedingungen für die Bullen deutlich verbessert. Bei der Auswahl der Bullenkälber, der Vorselektion und züchterischen Beratung unterstützen wir Sie gern. Bitte sprechen Sie Ihren zuständigen Zuchtinspektor Fleischrind an.