BraLa 2013
Herzlichen Dank an alle Züchter und Jungzüchter für ihre Teilnahme und das große Engagement!
Spruch des Monats
(Mai)
Große Geister reden über Ideen. Durchschnittliche Geister reden über Ereignisse. Kleine Geister reden über Leute.
ELEANOR ROOSEVELT
Termine
1. Juni 2013
Kreistierschau Märkisch-Oderland
Steinbeck
6. - 9. Juni 2013
Bundes-Rassetreffen "50 Jahre Charolaisverband"
Groß Kreutz und Brandenburg

Tag der weißen Riesen
Die RBB-Bullenauktion für sieben Fleischrindrassen am 13. März 2012 in Groß Kreutz war der Tag der weißen Riesen. Charolais trumpfte mit einer hervorragenden, sehr homogenen Qualität auf - und das zu 88 % genetisch hornlos! Die zahlreichen Kaufinteressenten honorierten das mit flotten Geboten und den höchsten Preisen auf dieser Versteigerung. Die 17 Jungbullen aus sieben Betrieben wurden bei durchschnittlich 3.371 Euro zugeschlagen. Die Spanne reicht von 2.100 bis 5.000 Euro. Teuerster Auktionsbulle war der Nordpol-Sohn Norbert P aus dem Landwirtschaftsbetrieb Tino Schössler, Schwedt. Das Interessante an diesem typstarken, sehr gut bemuskelten Bullen ist die französische Linienführung, die väterlicherseits auf Nebuleux und bei der Mutter über den Bundessieger Comet auf Cooper zurückgeht. Die Hornlosigkeit kam über schwedisches Blut. Norbert wurde von der RBB GmbH für die Besamung angekauft. Der Siegerbulle Manggold P, ein enorm entwickelter Magnus P x Glenn aus der gleichen Zucht, wird künftig in Bayern decken. Auch den Reservesieger der Rasse konnte Tino Schössler stellen. Nordstern P (Nordpol P x Lucas P) überzeugt wie seine Stallgefährten mit hohen Tageszunahmen, gutem Fleischansatz, Typ und Exterieur.
Bei den 21 Fleckviehbullen, durchweg genetisch hornlos, hatte Auktionatorin Anne Menrath mit schleppendem Auktionsverlauf zu kämpfen. Angebot und Nachfrage passten an diesem Tag nicht optimal zusammen. Siegerbulle Saphir PP vom Hanselhof (Strabino PP x Zwinglos Pp) brachte seinem Züchter, dem Fleckvieh-Hof Hansel in Alt-Madlitz, mit 3.600 Euro den Tageshöchstpreis der Rasse ein. Dieser harmonische Bulle mit viel Ausstrahlung ging nach Thüringen. Der im Rahmen der Körung am Vortag auserkorene Reservesieger Boby P von Bauer Peters Löhme, sorgte als Outcrossbulle für Interesse. Sein Vater Boston P stammt von Brasil aus der Doppelnutzung und kann den Grundstein für eine neue Linie legen. Hohe Tageszunahmen von über 1.500 g und Fleischfülle auf feinem Fundament fließen auch von Muttervater Gigant Pp ein.
So richtig Fahrt nahm die Versteigerung wieder bei der kleinen, aber sehr feinen Limousin-Kollektion auf. Sieben Bullen, davon fünf genetisch hornlos, aus vier Herkünften machten hervorragende Werbung für die Rasse und das Zuchtgebiet. Der hohe Durchschnittspreis von 3.271 Euro belegt das ausgeglichene Niveau der Limo´s. Mit der Siegerschärpe ging Varus P von Heike Zorn, Berlin, in den Auktionsring. Vater Viking PP und Muttervater Vogny B PS sind französische Bullen, deren Hornlosigkeit auf kanadische und US-amerikanische Vererber zurückgeht. Als Reservesieger beim Richten knapp geschlagen, konnte Max P (Monami P x Calvin PS) im Erlös an seinem Konkurrenten um ein Gebot vorbeiziehen. Mit 4.000 Euro erhielt der von Steffen Panzner, Missen, gezogene Bulle den höchsten Zuschlag der Rasse. Feine Knochen und sehr guter, rassetypischer Fleischansatz waren auch ihm zueigen. In Sachsen wird er hoffentlich zur Zufriedenheit seines Besitzers für leistungsstarke Nachzucht sorgen.
Das größte Kontingent stellten die Uckermärker-Züchter. Erstmals waren alle 26 Auktionsbullen genetisch hornlos. Die Körkommission bestimmte den typvollen, absolut korrekten und hervorragend bemuskelten Hook P (Hoss Pp x Tarim) von der Wulkower Agrar GmbH zum Sieger. Preislich gesehen hatte auch bei den Uckermärkern der Reservesieger die Nase vorn. Der sehr kompakte, breit angelegte Falco P-Sohn Franjo PS aus dem ÖKO-Betrieb von Volker Naschke, Schenkendöbern, ging für 4.200 Euro in einen brandenburgischen Zuchtbetrieb. Das höchste Gebot erzielte erneut ein Anwärter für KB ein weiterer Falco P von V. Naschke. Interessant ist bei diesem Hoffnungsträger, dass die alte, bewährte Uckermärker-Linie Triumpf-Tarzan nun genetisch hornlos zum Einsatz kommen kann. Die Kaufinteressenten unter den über 600 Auktionsbesuchern boten sehr qualitätsbewusst. Die Spanne reichte bei den Uckermärkern von 1.900 bis 4.400 Euro.
Erwähnenswert auch die guten Vertreter der Rassen Angus, Hereford und Blonde d´ Aquitaine, die alle ihre Käufer fanden.
Insgesamt wurde mit 2.904 Euro ein guter Durchschnittspreis auf der diesjährigen Zuchtbullenauktion erzielt. Von den 77 Tieren wurden 71 versteigert, davon werden 16 Bullen künftig außerhalb des Landes Brandenburg zum Einsatz kommen. Wir wünschen allen Käufern viel Erfolg mit ihren neuen Bullen und bedanken uns für das große Interesse.













