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Marktnotizen

Dezember 2016

Zuchtrinder und Export

Die Vermarktungssituation für niedertragende Exportfärsen ist seit einigen Wochen sehr gut. Die zunehmende Nachfrage nach qualitativ guten Rindern und das gleichzeitig sinkende Angebot wird die Preisentwicklung positiv beeinflussen. Durch die schlechte wirtschaftliche Situation der Milchviehbetriebe und die dadurch bedingten zahlreichen Bestandsaufgaben wird das Angebot an verfügbaren Exporttieren im nächsten Jahr deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Betriebe, die über genügend Futter und Stallkapazitäten verfügen, sollten diese für ihre überzähligen weiblichen Färsen zur Aufzucht und Vermarktung dieser Tiere nutzen.

Die Nachfrage nach abgekalbten Färsen für den Export nach England und Polen ist nach wie vor groß. Auch in dieser Kategorie ist mit einem besseren Erlös für die Verkäuferbetriebe zu rechnen. Bitte melden Sie mögliche Verkaufstiere Ihrem zuständigen Zuchtinspektor.

Absetzer

In diesem Jahr zeichnete sich zu Beginn der Absetzersaison ein flotter Verkauf der Absetzer trotz relativ schlechter Schlachtviehpreise ab. Besonders die männlichen Tiere, in großen und qualitativ hochwertigen Partien, fanden ihre Käufer zu konstant hohen Preisen. Mittlere Ware wurde preislich abgestuft und auch etwas schleppender verkauft.

Trotz anfänglicher niedriger Angebotszahlen von weiblichen Absetzern wurden diese etwas verhaltener als die männlichen Tiere nachgefragt. Helle, schwerere Ware konnte zu guten Preisen verkauft werden. Leichte und mittlere Qualitäten suchten oft länger ihre Käufer zu geringeren Preisen. Wie auch in den letzten Jahren werden im Dezember nicht alle Absetzer verkauft sein. Ab Mitte Januar beginnt wieder eine regere Nachfrage, die dann oft nicht gedeckt werden kann.

Fleischrinder

Die Nachfragesituation nach Zuchtrindern war in den vergangenen Monaten sehr positiv. Verschiedene Fleischrind-Rassen wurden nachgefragt, wobei die Kategorie der tragenden Färsen von größtem Interesse war. Um auch im kommenden Jahr Exportanfragen gerecht zu werden, bitten wir Sie als Züchter um Unterstützung und appellieren an etwas mehr Risikobereitschaft, weibliche Rinder für potentielle Käufer vorzuhalten. Auch ein zusätzliches Bedecken von Färsen bringt ein besseres Verkaufspotential.

Ein Nachfrageaufschwung vor allem nach Zuchtbullen ist nach dem Jahreswechsel zu erwarten. Genetische Hornlosigkeit ist und bleibt Trumpf, jedoch immer gepaart mit positiven Leistungsdaten und einem ansprechenden Exterieur. Neben den Jungbullen des neuen Jahrganges sind auch einige erfahrene ältere Bullen verfügbar. Vorteil dieser Bullen ist, dass Aussagen zu den Kalbeeigenschaften und zu deren Nachzucht getroffen und sie sofort in den Einsatz geschickt werden können. Ob potenzieller Käufer oder Verkäufer, sprechen Sie unsere Kollegen in der Fleischrindabteilung und in der Vermarktung an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Nutz- und Schlachtrinder

Die Situation auf dem Nutzkälbermarkt ist nach Reduzierung der Kuhzahlen stabil. Angebot und Nachfrage halten sich die Waage. Qualitativ gute Kälber lassen sich fast flächendeckend und problemlos verkaufen. Nach den sommerlichen schlechten Schlachtviehpreisen werden besonders Jungbullen zu höheren Konditionen gekauft und auch zum Weihnachtsgeschäft gut nachgefragt. Bei den weiblichen Tieren zur Schlachtung präsentiert sich der Markt zunehmend ausgeglichen und stabil im Preis, wobei es ein Nord-Süd-Gefälle gibt. Kühe werden rege nachgefragt und insbesondere schwere Kühe finden einen preislich guten Absatz.